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PRODUKT Lexikon

Hier finden sie Informationen, zur Enstehung oder Herkunft zu folgeden Produkten:

Linoleum
Naturfarben
Bambusparkett
Korkparkett
Schwedenrot

Teppiche

Linoleum zum Anfang

Das gute alte Rezept aus der Natur lautet: Man mische vier Teile Leinöl (die alten Römer sagten dazu "linum oleum") mit einem Teil verschiedener Baumharze, fügt geringe Mengen an Trockenstoffen hinzu und lässt die Masse in der Knetmaschine oxidieren und verdicken. Der entstehende Linoleumzement ist das Bindemittel in dem elastischen Bodenbelag. Hinzu kommen Füllstoffe wie Holz- und Korkmehl, Kalksteinpulver und Farbpigmente. Gut vermischt wird das Ganze auf ein Trägergewebe aus Jute aufgezogen und muss nun vier bis sechs Wochen bei 60 bis 80 Grad Celsius in Reifekammern aushärten, denn so lange braucht das Leinöl, bis seine Oxidation abgeschlossen ist.

Information zur Anwedung und Pflege:

Online Seminar -> Lenolium



Naturfarben
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Naturfarbe - was ist das? Naturfarben werden nach den Prinzipien der "sanften Chemie" hergestellt. Ein wesentlicher Teil der Produktion findet nicht im Betrieb selbst, sondern in der Natur statt: durch die Syntheseprozesse in den Pflanzen.

Diese nachwachsenden Rohstoffe werden mit geringer Energiezufuhr in einfachen, überschaubaren Verfahren und ohne umweltbelastende Abfälle verarbeitet. Die so hergestellten Naturfarben sind später restlos wieder in die ökologischen Kreisläufe eingliederbar.


Bambusparkett
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Bambus als Rohstoff für Parkettfußböden ist eine echte Materialinnovation. Nach botanischen Gesichtspunkten wird nämlich Bambus den Gramineen (Gräsern) zugeordnet. Seine chemische Zusammensetzung klassifiziert ihn jedoch eindeutig als „Holz“: Hauptbestandteile sind ca. 70% Cellulose und ca. 25% Lignin.

Dabei überrascht die Bambuspflanze mit unglaublicher Vitalität. Bis zu 120 cm Wachstum binnen 24 Stunden wurden in den Tropen gemessen. Auch die für Parkett relevante Sorte „Phyllostachys pubescens“ erreicht mit durchschnittlich 30 cm Wachstum pro Tag einen vielfachen Ausstoß an Biomasse im Vergleich zu herkömmlichen Laub- oder Nadelhölzern. Nach bereits ca. fünf Jahren ist der Stamm verholzt und hat seine optimale Verarbeitungsqualität erreicht. Binnen 35 Jahren kann eine einzige Bambuspflanze bis zu 15 km verwertbare Stämme hervorbringen.

In Asien ist Bambus schon seit Jahrtausenden fester kultureller Bestandteil und hat sich in fast allen Lebensbereichen etabliert. Seine hervorragenden Materialeigenschaften, wie z. B. geringes Gewicht, hohe Belastbarkeit auf Druck, Zug und Biegung sowie seine relativ leichte Verarbeitungsfähigkeit empfehlen ihn geradezu als Baustoff.

Information zur Anwedung und Pflege:

Online Seminar -> Bambusparkett

 

Korkparkett zum Anfang

Gehören sie eigentlich auch zu den Menschen, die immer über kalte Füße klagen?

Wenn ja, liegt es vielleicht an Ihrem Fußbodenbelag. Von den vielen Vorteilen, die Kork als Fußbodenbelag im Wohn- wie im Arbeitsbereich gegenüber anderen Belägen hat, haben Sie bestimmt schon gehört: Er ist fußwarm, dazu elastisch, strapazierfähig und pflegeleicht, schalldämmend, schützt gegen Kälte und reflektiert die Körperwärme. Und sicher kennen Sie auch schon die optimalen baubiologischen Eigenschaften von Kork: er fault und schimmelt nicht, ist feuchtigkeitsresistent und wirkt regulierend auf die Luftfeuchtigkeit, besonders wenn seine Oberfläche „natürlich“ mit Öl und Wachs behandelt wurde.

Vielfältige moderne Gestaltungsmöglichkeiten bietet der Kork von heute und begeistert immer wieder - selbst anspruchsvolle Gestalter. Vielleicht hat sich dann ja auch das Problem mit Ihren kalten Füßen für die nächsten 30 Jahre erledigt. So eine lange Lebensdauer hat nämlich Kork.


Information zur Anwedung und Pflege:

Online Seminar -> Korkparkett

 

Schwedenrot zum Anfang

Vor gut 350 Jahren entdeckten schwedische Bergleute die älteste Holzschutzfarbe der Welt: in der Kupfergrube von Falun fanden sie ein Naturpigment – den Rohstoff für ein biologisches Holzschutzmittel für den Außenbereich, dass noch heute nach unveränderter Rezeptur hergestellt wird: Schwedenrot.

Darüberhinaus besteht diese Farbe nur aus Materialien, die auch in der Natur vorkommen. Lediglich wegen geringer Spuren von Metall ist Schwedenrot zum Verzehr leider nicht geeignet – obwohl jene schwedischen Bergleute die Farbe regelrecht kochten: mit Zutaten wie Leinöl, Mehl (Weizen oder Roggen) und natürlich Wasser als Lösemittel.


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